LBV Kreisgruppe Kronach

Wir sind eine aktive Kreisgruppe mit rund 190 Mitgliedern und engagieren uns im ganzen Landkreis. Was uns antreibt, ist die gemeinsame Faszination für Vögel und Natur. Viele unserer Mitglieder sind ehrenamtlich aktiv und kümmern sich nicht nur um den Schutz von Vögeln, sondern um alle bedrohten Tiere und Pflanzen.

 

Wir betreuen rund 55 Hektar wertvoller Flächen, die wir durch Pacht oder Kauf für immer für den Naturschutz gesichert haben. Unsere beiden Flächenbetreuer begehen die Gebiete regelmäßig, erstellen Pflegekonzepte und kartieren seltene Arten. Ein weiterer Schwerpunkt ist das Anbringen verschiedener Nisthilfen sowie die Bestandsüberwachung von Schwarzstorch, Uhu und Braunkehlchen sowie vielfältige Schutzmaßnahmen. So überwacht beispielsweise unser Eulenbeauftragter Brutgebiete und Vorkommen des Uhus im Landkreis und helfen unsere Mitglieder beim Aufstellen von Amphibienschutzzäunen.


Werden Sie Teil der LBV-Familie und setzen Sie sich mit uns für unsere wunderschöne Natur ein. Gemeinsam führen wir ein aktives Vereinsleben mit vielen Experten aus den unterschiedlichsten Bereichen und sind hervorragend vernetzt. Bei der Naturschutzarbeit vor Ort kann man oft ganz praktisch anpacken. Sie helfen uns aber auch mit ihrer Mitgliedschaft. Denn je mehr Unterstützer wir zählen, desto lauter ist unsere Stimme für Bayerns Natur.

Aktuelles

Viel mehr als Vogelschützer

Ein Gespräch geführt von Bianca Hennings für die Neue Presse

 

Der Landesbund für Vogelschutz trägt nun auch den Naturschutz im Namen. Die Umbenennung beschreibt viel besser, was tatsächlich getan wird, erklären Kreisvorsitzender Ulrich Münch und seine Stellvertreterin Cordula Kelle-Dingel. Das Interview können sie unter folgendem Link lesen:

 

2022-11-11 Viel mehr als Vogelschützer.p
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Große Weidetiere haben positiven Einfluss auf die Vielfalt in Natur - Jan Haft in vollbesetztem Saal

von Rainer Glissnik

 

"Wenn man anfängt Tierfilme zu machen hat man die Hoffnung, dass man die Welt retten kann." Dieses Zitat von Jan Haft wurde bei seinem Vortrag in Mitwitz erlebbar. Mit seinen eindrucksvollen Bildern und Kurzfilmen berührte die gezeigte Natur die Herzen der Menschen, schuf Bewunderung für die Schöpfung und befeuerte den Wunsch, doch irgendwie auch einen Beitrag zu leisten, dieses Wunderwerk erhalten zu helfen. Vor allem brach er eine Lanze für die Weidetierhaltung.

Mehr als hundert Naturfreunde waren in den großen Saal des Hotel-Gasthofs Wasserschloss in Mitwitz gekommen, um auf Einladung des Landesbunds für Vogelschutz Kreisverband Kronach den bekannten Naturfilmer Jan Haft persönlich zu erleben. Dieser vermittelte mit seiner tiefen Liebe zu einer vielfältigen Natur wundervolle Bilder einer Erde, die es in vielen Nuancen zu erhalten gilt. Für die meisten bislang unbekannte Tiere und Pflanzen wurden in ihren Zusammenhängen erlebbar.

Beweidung mit Wasserbüffeln? Naturfilmer Jan Haft berichtete von diesen Tieren – nicht etwa aus Asien, sondern vor (seiner) eigenen Haustür. Es gibt etliche Büffelprojekte auch in Bayern. Er erzählte von Vernässungen auf dem Gelände seines eigenen Bauernhofs, wo Niedermoore geschaffen wurden. Und die angesiedelten Wasserbüffel bereichern die  ökologische Vielfalt gerade mit ihrem Dung. Die Frösche lieben ihre Büffel und sitzen gerne obenauf, wenn diese im Wasser sind – und fangen vor allem Bremsen weg. Seltene Pflanzen breiten sich im Umfeld aus.

„Die Kette des Lebens scheint nie abzureißen“, gibt es immer Neues zu entdecken. Große Weidetiere haben enorm positiven Einfluss auf die Vielfalt in der Natur. Viele Beispiele zeigten, welchen Nutzen ein gesundes Maß an großen Weidetieren in der Natur die Vielfalt fördert. Wie Pferde und Rinder auf der Weide die Vielfalt in der Natur vergrößern. Der Rückgang von Großtieren in der Landschaft trägt maßgeblich zum Rückgang der Vielfalt der Arten bei.

Auch im eigenen Garten kann viel für die Vielfalt getan werden. Hier manchmal Natur auch einfach Natur sein lassen. Vielfalt im Garten erzeugt wieder Vielfalt. Mit Chemie wird im Garten viel mehr als beabsichtigt platt gemacht. Der Fantasie sind keine Grenzen gesetzt, wobei heimische Arten besser als exotische Pflanzen sind. Der strukturreiche Garten als Miniwildnis.

LBV-Kreisvorsitzender Uli Münch freute sich über das Kommen des Naturfilmers und über die vielen Interessierten.


Tragischer Stromtod

Kürzlich erhielt die LBV-Kreisgruppe Kronach die traurige Nachricht, dass im Leitschtal bei Steinwiesen ein Schwarzstorch tot aufgefunden wurde. Eine Frau hatte ihn über dem Tal fliegen sehen, kurz darauf hörte sie ein Pfeifen und Zischen und sah den Schwarzstorch zu Boden fallen. Offenbar war er mit der Stromleitung kollidiert und überlebte den Kontakt mit den Leitungen nicht.

 

Einem zufällig vorbeikommenden Autofahrer fielen die Ringe an den Beinen des Vogels auf, daher brachte er ihn zur Forstdienststelle Steinwiesen. Försterin Jule Ganz meldete den Fund der Vogelschutzwarte am Landesamt für Umwelt und auch Cordula Kelle-Dingel vom LBV Kronach wurde benachrichtigt.


Die Ringnummer PRAHA BX 16580 auf dem und 61JJ auf dem anderen Ring gaben erste Hinweise, dass der Vogel in Tschechien beringt worden war.

 

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Mähaktion Gubel (15. - 20. Juli)

Voller Einsatz trotz Hitzewelle: um wertvolle Flächen an der Gubel vor Verbuschung zu bewahren, sind Mitglieder der Kreisgruppe mit Mäher und Freischneider im Einsatz. Ziel ist die Rückgewinnung artenreicher Waldwiesen.

Nachdem das Arbeitsgerät inspiziert und in Gang gebracht ist, wird das zugewucherte Gelände von Schlingpflanzen und Gestrüpp befreit, zu Bahnen gerechet und schließlich abtransportiert. Zurück bleiben offene Flächen, die wieder Platz für magerkeits- und lichtliebende Flora bieten.


Mähaktion Bahndamm (9. Juli)

Wieder einmal waren wir mit unseren Sensen und Rechen am alten Bahndamm bei Leutendorf. Wir danken allen freiwilligen Helfern für ihren Einsatz. Mehr Informationen zu dem Projekt gibt es hier